• º zuckerbeat: musik / szene

  • 26.Juni
  • // presswerke vol. (3)07 – „swim“
  • mit der neuen Vinyl-LP von BTS.

    // Mit „ARIRANG“ beginnt für BTS eine neue Phase ihrer außergewöhnlichen Karriere. Nach fast vier Jahren ohne gemeinsames Studioalbum erscheint diese Veröffentlichung nicht nur als musikalisches Ereignis, sondern auch als symbolischer Neustart einer Gruppe, die den globalen Pop der letzten Dekade maßgeblich geprägt hat. Seit ihrem Debüt 2013 haben RM, Jin, SUGA, j-hope, Jimin, V und Jung Kook einen Weg zurückgelegt, der im modernen Musikgeschäft nahezu einzigartig ist: vom Hip-Hop-orientierten Nachwuchsprojekt aus Seoul zur weltweit erfolgreichsten Popgruppe ihrer Generation. Dabei war BTS stets mehr als ein klassisches Idol-Projekt. Schon früh unterschieden sie sich durch ihre intensive Beteiligung am Songwriting, ihre gesellschaftlichen Themen und ihre Fähigkeit, persönliche Geschichten mit universellen Erfahrungen zu verbinden. Alben wie „The Most Beautiful Moment in Life“, „Love Yourself“, „Map of the Soul“ oder „BE“ erzählten von Selbstfindung, Ängsten, Hoffnung und Identität. Mit „ARIRANG“ knüpfen BTS offenbar genau an diese Tradition an und richten gleichzeitig den Blick nach vorne.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 19.Juni
  • // presswerke vol. (3)06 – „often others“
  • mit der neuen Vinyl-LP von Violet Grohl.

    // Mit „Be Sweet To Me“ legt Violet Grohl ein Debütalbum vor, das eindrucksvoll zeigt, warum sie bereits vor ihrem ersten vollständigen Studioalbum als eine der spannendsten jungen Stimmen der alternativen Musikszene gehandelt wurde. Natürlich wird ihr Name unweigerlich mit ihrem Vater Dave Grohl verbunden, doch bereits nach wenigen Songs wird deutlich, dass Violet Grohl ihren eigenen künstlerischen Weg geht. Statt in die Fußstapfen der Foo Fighters zu treten, entwickelt sie eine ganz eigene Klangsprache zwischen Indie-Rock, Alternative, Shoegaze, Dream Pop und raueren Gitarrenmomenten. Schon ihre bisherigen Singles „Thum“, „595“ und „Applefish“ machten deutlich, dass hier keine Künstlerin am Werk ist, die auf bekannte Familienrezepte setzt. Vielmehr verbindet Violet Grohl eine ungewöhnliche Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit. Ihre Musik wirkt gleichzeitig fragil und kraftvoll, verträumt und direkt, verspielt und düster. Die von ihr selbst als „Farm Goth“ bezeichnete Ästhetik beschreibt diesen Gegensatz erstaunlich treffend. Naturverbundenheit, Melancholie, jugendliche Unsicherheit und eine gewisse romantische Dunkelheit verschmelzen zu einem Stil, der sich nur schwer in bestehende Schubladen einordnen lässt.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 12.Juni
  • // presswerke vol. (3)05 – „keine kontrolle“
  • mit der neuen Vinyl-LP von Christin Nicols.

    // Mit ihrem dritten Soloalbum erreicht Christin Nichols einen Punkt, an dem alles zusammenzufallen scheint: ihre Erfahrungen als Schauspielerin, ihre Haltung als Künstlerin, ihre Nähe zur Berliner Indie- und Postpunk-Szene und ihr Gespür für große, unmittelbare Popmelodien. Ihr selbstbetiteltes Werk wirkt dabei wie ein persönliches Statement – nicht aus Eitelkeit, sondern weil dieses Album tatsächlich den Eindruck vermittelt, hier spreche jemand so offen, klar und ungefiltert wie nie zuvor. Schon nach wenigen Songs wird deutlich, wie stark Nichols als Songwriterin gewachsen ist. Gemeinsam mit Stefan Ernst von Isolation Berlin produziert sie einen Sound, der zwischen New Wave, Indie-Rock, Pop und leicht düsterem Synth-Flair pendelt, dabei aber erstaunlich direkt bleibt. Die Musik besitzt Kanten, wirkt manchmal rau und ungeschönt, gleichzeitig aber hochmelodisch und emotional zugänglich. Genau dieses Spannungsfeld macht die Platte so spannend.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 06.Juni
  • // presswerke vol. (3)04 – „ghost girl“
  • mit der neuen Vinyl-LP von The Haunted Youth.

    // Mit „Boys Cry Too“ gelingt The Haunted Youth ein bemerkenswerter zweiter Schritt – größer, dunkler, emotional radikaler und zugleich erstaunlich geschlossen. Was auf dem gefeierten Debüt „Dawn Of The Freak“ noch wie ein melancholischer Traum zwischen Shoegaze, Bedroom Pop und Indie-Romantik wirkte, wird hier zu einem deutlich intensiveren Statement. Joachim Liebens öffnet den Sound seiner Band weiter in Richtung Noise, Alternative Rock und düster aufgeladenem Dream Pop, ohne dabei jene verletzliche Emotionalität zu verlieren, die The Haunted Youth überhaupt erst so besonders gemacht hat. Gerade deshalb funktioniert dieses Album so stark: Es versucht nicht, cool oder distanziert zu wirken. „Boys Cry Too“ trägt seine Gefühle offen vor sich her. Angst, Überforderung, Einsamkeit, Sehnsucht und Selbstzweifel stehen hier nicht zwischen den Zeilen, sondern mitten im Raum. Schon der monumentale Opener „in my head“ macht klar, dass dieses Album größer denkt als der Vorgänger.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 05.Juni
  • // presswerke vol. (3)03 – „flowers“
  • mit der neuen Vinyl-LP von Niall Horan.

    // Mit „Dinner Party“ schlägt Niall Horan ein weiteres Kapitel seiner bemerkenswerten Solokarriere auf. Seit dem Ende von One Direction hat sich der irische Sänger konsequent von den Erwartungen an ehemalige Boyband-Stars emanzipiert und einen eigenen musikalischen Weg gefunden. Während viele seiner früheren Kollegen stärker auf große Pop-Inszenierungen setzten, entwickelte Horan über die Jahre einen Stil, der auf Songwriting, Melodie und Authentizität basiert. „Dinner Party“ wirkt nun wie die logische Fortsetzung dieser Entwicklung – zugleich aber auch wie eine bewusste Bestandsaufnahme seiner bisherigen Karriere. Schon die Beschreibung des Albums als „Dankeschön an die Vergangenheit und Hallo an die Gegenwart“ deutet an, worum es hier geht. Die zwölf Songs kreisen um Themen, die Niall Horan seit seinem Solodebüt begleiten: Liebe, Verlust, Selbstzweifel, Hoffnung und persönliche Entwicklung. Gleichzeitig scheint „Dinner Party“ stärker als seine Vorgänger den Blick nach innen zu richten. Der Titel suggeriert Gemeinschaft und Nähe, und genau dieses Gefühl zieht sich durch das gesamte Album.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • º literatur / comic

  • 26.Juni
  • // aufgelesen vol. (6)90 – „richtig großes glück“
  • mit den Werken „Arendal“ von Karl Ove Knausgård und „Richtig großes Glück“ von Harriett Armstrong.

    // Mit „Arendal“ von Karl Ove Knausgård und „Richtig großes Glück“ von Harriet Armstrong erscheinen zwei Romane, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher wirken könnten. Der eine führt ins winterliche Norwegen der 1970er Jahre und begleitet einen Mann in der Lebensmitte an einem entscheidenden Wendepunkt seines Daseins. Der andere erzählt von einer Studentin der Gegenwart, die zwischen Seminaren, Wohnheimküchen, akademischen Erwartungen und romantischen Sehnsüchten nach Orientierung sucht. Doch unter der Oberfläche verbindet beide Bücher eine zentrale Frage: Wie findet ein Mensch seinen Platz in der Welt, wenn die bisherigen Gewissheiten nicht mehr tragen? Karl Ove Knausgård gehört seit Jahren zu den prägendsten Stimmen der internationalen Gegenwartsliteratur. Mit seinem autobiografischen Zyklus „Mein Kampf“ hat er das literarische Erzählen über das eigene Leben nachhaltig verändert, und auch seine jüngeren Romane verbinden philosophische Fragen mit einer intensiven Beobachtung des Alltags. „Arendal“ ist zugleich Teil seines groß angelegten „Morgenstern“-Kosmos und doch ein eigenständiger Roman, der sich auf einen einzelnen Menschen konzentriert.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 24.Juni
  • // strichcode vol. (4)64 – „alley“
  • mit dem Werk „Alley“ von Junji Ito.

    // Mit „Alley – Das Grauen in der Gasse“ erscheint eine weitere hochkarätige Sammlung von Kurzgeschichten aus der Feder von Junji Ito, jenem Ausnahmekünstler, der wie kaum ein anderer das moderne Horrormedium Manga geprägt hat. Seit Jahrzehnten gilt Ito als der unangefochtene Meister des japanischen Horrors. Seine Werke wie „Uzumaki“, „Tomie“, „Gyo“ oder „Fragments of Horror“ haben längst Kultstatus erreicht und beeinflussen bis heute Autoren, Zeichner und Filmemacher auf der ganzen Welt. Was Junji Ito von vielen anderen Horrorautoren unterscheidet, ist sein außergewöhnliches Gespür für das Unheimliche im Alltäglichen. Seine Geschichten beginnen oft mit scheinbar harmlosen Situationen: einer Nachbarschaft, einer Familie, einem Schulalltag oder einer gewöhnlichen Straße. Doch langsam schleichen sich Irritationen ein. Etwas stimmt nicht. Ein Detail wirkt falsch. Ein Blick dauert zu lange. Ein Schatten verhält sich merkwürdig. Aus diesen kleinen Störungen entwickelt Ito einen Horror, der nicht auf plötzliche Schockeffekte setzt, sondern auf eine stetig wachsende Beklemmung. Genau diese Stärke prägt auch „Alley“. Die titelgebende Geschichte „Die Gasse“ gehört zu jenen typischen Ito-Erzählungen, die mit einer Kindheitserinnerung beginnen und sich nach und nach in einen Albtraum verwandeln.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 19.Juni
  • // aufgelesen vol. (6)89 – „wir in zehn jahren“
  • mit dem Werk „Wir in zehn Jahren“ von Jessica Stanley.

    // Jessica Stanleys „Wir in zehn Jahren“ gehört zu jener Art von Romanen, die zunächst wie eine klassische Liebesgeschichte wirken, sich dann aber langsam zu etwas viel Größerem entfalten: einer präzisen, emotional ehrlichen Chronik moderner Beziehungen. Das Besondere daran ist weniger die Frage, ob Coralie und Adam zueinanderfinden – sondern was passiert, nachdem sie es getan haben. Genau dort setzt dieser Roman an, und gerade dadurch fühlt er sich so ungewöhnlich an. Denn viele Liebesgeschichten enden mit dem Happy End. Stanley interessiert sich für das Danach: für Routinen, Müdigkeit, Überforderung, Kompromisse, Nähe, Schuldgefühle und jene kleinen Verschiebungen, die aus Verliebtheit langsam gemeinsames Leben machen. Das erinnert stellenweise an große zeitgenössische Beziehungsromane von Autorinnen wie Meg Wolitzer oder Sally Rooney, gleichzeitig besitzt „Wir in zehn Jahren“ einen wärmeren, weniger distanzierten Ton. Der Roman beobachtet seine Figuren mit viel Empathie und erstaunlicher Geduld. Coralie ist dabei eine besonders glaubwürdige Hauptfigur.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • º termine

  • 01.Juni
  • // —> da geht was…
  • Taubertal Festival mit Sportfreunde Stiller, SDP, Kaffkiez, Donots, Itchy, Drei Meter Feldweg, The Red Flags, Dilla, Chapo102, Feine Sahne Fischfilet, Biffy Clyro, Zartmann, Giant Rooks, Milleniumkid, The Dropkick Murphys, uvm. (06. bis 09.08.26 / Eiswiese, Rothenburg od Tauber) -> jetzt Tickets sichern unter: https://taubertal-festival.de/

    und sonst so?

    Rock im Park mit Linkin Park, Iron Maiden, Volbeat, Limp Bizkit, Papa Roach, Electric Callboy, Bad Omens, Sabaton, The Offspring, Architects, Babymetal, Trivium, Within Temptation, Ice Nine Kills, Landmvrks, Marteria, Three Days Grace, A Perfect Circle, Hollywood Undead, Social Distortion, Alter Bridge, The Hives, Tom Morello, Finch, Breaking Benjamin, Bush, H-Blockx, The Pretty Reckless, Mehnersmoos, Ecca Vandal, Sondaschule, Basement, President, Wargasm, High Vis, Danko Jones, Bloodywood, uvm. (05. bis 07.06.26 / Zeppelinfeld, Nürnberg)

    udwue (18. bis 21.6., Mainwiesen, Würzburg)

    Ab geht die Lutzi! mit Giant Rooks, Von Wegen Lisbeth, Swiss & Die Andern, Chapo102, Blackout Problems, Raum27, Schmutzki, uvm. (25. und 27.06.26 / Rottershausen)

    Beth Hart (06.07. / Posthalle)

    Xavier Rudd (09.07. / Wöllrieder Hof, Rottendorf)

    Madsen (10.07. / Wöllrieder Hof, Rottendorf)

    Heroes Festival mit SSIO, Rin, Haftbefehl, 102 Boyz, Kool Savas, Bausa, Beslik, Mariybu, Symba, Sierra Kidd uvm. (19. und 20.07.26 / Strohofer, Geiselwind)

    Burg Herzberg Festival mit Wolfmother, Matze Rossi, Walter Trout, Hilight Tribe, Mo’Kalamity, Kadavar, Buntspecht, Marlo Grosshardt, Lara Hulo, The Magic Mumble Jumble, My Baby, Elder, Rockpommel’s Band, Mal Élevé, Steiner & Madlaina, Fortuna Ehrenfeld, Wicked Dub Division meets North East Ska Jazz Orchestra, Laura Cox, Spidergawd, NAFT, Killabeatmaker, Orange, uvm. (30.07. bis 03.08. / Breitenbach am Herzberg)

    Roy Bianco und die Abbrunzati Boys (07.08. / Residenzplatz)

    Superbloom Festival mit Kygo, Tom Odell, Zara Larsson, Tash Sultana, Zartmann, Berq, bbno$, Vicky, Asha Banks, Jolle, Mika Noe, Magda, Laurenz Nikolaus, Civan, Jules War, Merve, Ikkimel, Filow, horsegiirL, Noga Erez, Oskar Med K, Baran Kok, Kiarababa, Dani Lia, Yung Pepp, Lorde, Audrey Hobert, Sombr, Ennio, Lewis Capaldi, Bastille, Jessie Murph, Ayliva, uvm. (29.08. bis 04.09. / Olympiapark, Munchen)

    Rian (28.11. / Posthalle)

    Steiner & Madlaina (10.12. / Cairo)

  • ° fashion / photos / games / kunst / werktag

  • 19.Juni
  • // spieltrieb vol. (3)51 – „der blaue lotus“
  • mit dem ersten Sammelband des Klassikers „Tim und Struppi“.

    // Mit dem ersten Sammelband der Tim-und-Struppi-Gesamtausgabe legt der Carlsen Verlag eine Edition vor, die sowohl für langjährige Fans als auch für Neueinsteiger äußerst reizvoll ist. Auf fast 300 Seiten vereint der hochwertig gestaltete Hardcover-Band die ersten drei Abenteuer des wohl berühmtesten Reporters der Comicgeschichte: Tim im Lande der Sowjets, Tim im Kongo und Tim in Amerika. Damit bietet diese Ausgabe nicht nur einen spannenden Einstieg in die Welt von Tim und Struppi, sondern zugleich einen faszinierenden Einblick in die Anfänge eines der einflussreichsten Comicwerke des 20. Jahrhunderts. Kaum eine europäische Comicreihe hat die Entwicklung des Mediums so nachhaltig geprägt wie die Abenteuer von Tim und Struppi. Der belgische Zeichner und Autor Hergé schuf mit seinem jungen Reporter eine Figur, die Generationen von Leserinnen und Lesern auf Reisen rund um den Globus mitnahm. Dabei verband er Abenteuer, Humor, Kriminalelemente und zeitgeschichtliche Beobachtungen zu einem Stil, der später als „Ligne Claire“ weltberühmt werden sollte. Die klaren Linien, die präzisen Hintergründe und die außergewöhnliche Lesbarkeit seiner Seiten gelten bis heute als Meilensteine der Comicgeschichte. Gerade deshalb besitzt dieser Sammelband einen besonderen Reiz.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 12.Juni
  • // spieltrieb vol. (3)50 – „die reise des mondbären“
  • mit den Werken „Königin der 1000 Jahre“ (Band 2) und „Die Reise des Mondbären.

    // Heute gehts mal richtig rund bei uns: Hier das große, kosmische Science-Fiction-Epos eines der wichtigsten Manga-Schöpfer aller Zeiten, dort eine leise, poetische Tiergeschichte über Freundschaft und Selbstfindung. Und doch verbindet beide Bücher etwas Wesentliches. Sowohl „Königin der 1000 Jahre“ als auch „Die Reise des Mondbären“ erzählen von Figuren, die ihren Platz in einer Welt suchen, die größer, geheimnisvoller und oft auch beängstigender ist, als sie zunächst erscheint. Beide Bücher handeln vom Unterwegssein – einmal durch die Weiten des Universums und die Schicksalsfragen der Menschheit, einmal durch Wälder, Berge und die Landschaften des eigenen Herzens. Mit „Königin der 1000 Jahre“ setzt Leiji Matsumoto sein ambitioniertes Science-Fiction-Abenteuer fort, das zu seinen bedeutendsten Werken zählt. Matsumoto, der durch Klassiker wie „Galaxy Express 999“, „Captain Harlock“ oder „Space Battleship Yamato“ zu einer prägenden Figur der Manga- und Anime-Geschichte wurde, verbindet auch hier große Ideen mit emotionalen Schicksalen. Der zweite Band vertieft die geheimnisvolle Geschichte um Hajime, die rätselhafte Königin und den auf die Erde zurasenden Planeten.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 06.Juni
  • // zuckerschock für den juni 2026: cory doctorow – „enshittification“
  • mit dem Werk „Enshittification“ von Cory Doctorow.

    // Mit „Enshittification“ legt Cory Doctorow eines der wichtigsten Sachbücher zur digitalen Gegenwart vor. Der kanadisch-britische Autor, Journalist, Aktivist und Technik-Kritiker beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den gesellschaftlichen Folgen technologischer Entwicklungen. Anders als viele Beobachter der Digitalwirtschaft steht Doctorow dabei sowohl mit einem Bein in der Technologiebranche als auch in der politischen Debatte um Datenschutz, Urheberrecht, Plattformmacht und digitale Bürgerrechte. Diese doppelte Perspektive macht ihn zu einem der schärfsten und zugleich verständlichsten Analytiker des Internets unserer Zeit. Der Titel des Buches greift einen Begriff auf, den Doctorow selbst geprägt hat: „Enshittification“. Gemeint ist damit der Prozess, durch den digitale Plattformen zunächst attraktiv, nutzerfreundlich und innovativ erscheinen, um anschließend Schritt für Schritt verschlechtert zu werden. Zuerst werden die Nutzer angelockt, danach die Geschäftskunden, und schließlich werden beide Seiten zugunsten kurzfristiger Renditeinteressen ausgepresst. Das Ergebnis kennen viele aus eigener Erfahrung: Suchmaschinen liefern schlechtere Ergebnisse, soziale Netzwerke werden von Werbung überflutet, Streaming-Dienste werden teurer, Online-Marktplätze unübersichtlicher und digitale Dienste insgesamt frustrierender. Doctorows große Stärke besteht darin, diese Entwicklung nicht als Zufall oder als unvermeidliche Folge technologischen Fortschritts darzustellen.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 29.Mai
  • // spieltrieb vol. (3)49 – „drei wasserschweine tauchen ab“
  • mit dem Werk „Drei Wasserschweine tauchen ab“ von Matthäus Bär.

    // Mit „Drei Wasserschweine brennen durch“ hat Matthäus Bär eine dieser seltenen Kinderbuchreihen begonnen, die sofort eine ganz eigene Atmosphäre erschaffen. Schon der erste Band lebt weniger von großen spektakulären Ereignissen als von seiner warmen, neugierigen und wunderbar humorvollen Grundstimmung. Emmy, Tristan und Raul, die drei kleinen Wasserschweine aus dem Zoo, gehören dabei sofort zu den Figuren, die man ins Herz schließt. Sie sind mutig, vorsichtig, chaotisch, klug und manchmal herrlich überfordert – genau deshalb funktionieren sie so gut. Die nächtlichen Ausflüge aus ihrem Gehege wirken wie kleine Expeditionen in eine riesige unbekannte Welt. Für junge Leserinnen und Leser wird der Zoo dadurch fast zu einer eigenen Stadt voller Geheimnisse, Begegnungen und Abenteuer. Besonders schön ist dabei, wie Matthäus Bär seine Geschichten erzählt. Man merkt seiner Sprache an, dass er eigentlich Musiker und Kinderliedermacher ist. Die Texte haben Rhythmus, Leichtigkeit und ein feines Gespür für Pointen. Viele Szenen lesen sich beinahe so, als wären sie zum Vorlesen am Abend komponiert worden.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 22.Mai
  • // spieltrieb vol. (3)48 – „alexander“
  • mit den Werk „Alexander“ von Ferdinand von Schirach.

    // Ferdinand von Schirachs Alexander hat mich beim Lesen ehrlich überrascht – nicht, weil es ein Kinderbuch ist, sondern weil es sich überhaupt nicht so anfühlt, wie man sich ein „typisches“ Kinderbuch vorstellt. Es ist viel ruhiger, klarer, fast nüchterner – und genau dadurch wirkt es. Man merkt sofort, woher von Schirach kommt. Seine Arbeit als Strafverteidiger, sein Blick auf Schuld, Verantwortung und Gerechtigkeit – das alles steckt auch hier drin. Nur ist es diesmal heruntergebrochen auf eine Form, die auch jüngere Leser erreichen soll. Aber „einfach“ wird es dadurch nicht. Eher im Gegenteil: Es ist reduziert, konzentriert, fast wie ein Gedankenexperiment. Die Ausgangsidee ist eigentlich wunderschön: Eine Stadt, die genug von Tyrannei hat, schickt ein Kind los, um „gute Gesetze“ zu finden. Kein erfahrener Politiker, kein Philosoph, kein General – sondern jemand, der noch nicht festgelegt ist, der noch offen fragen kann. Das allein sagt schon viel darüber aus, wie von Schirach Demokratie versteht: nicht als fertiges System, sondern als etwas, das immer wieder neu gedacht werden muss. Auf seiner Reise begegnet Alexander ganz unterschiedlichen Figuren – und diese Begegnungen sind das Herz des Buches.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • º film / tv

  • 19.Juni
  • // szenenwechsel vol. (2)54 – „tardis“
  • mit der aktuellen Staffel von „Doctor Who“.

    // Mit der zweiten Staffel der neuen „Doctor Who“-Ära setzt Showrunner Russell T Davies konsequent auf große Emotionen, ungewöhnliche Ideen und jene kreative Grenzenlosigkeit, die die traditionsreiche Science-Fiction-Serie seit Jahrzehnten auszeichnet. Die acht Episoden erzählen zwar erneut eigenständige Abenteuer, entwickeln gleichzeitig aber einen übergeordneten Handlungsbogen, der immer wieder auf eine dunkle Verschwörung verweist und in einem überraschenden Finale endet. Im Mittelpunkt steht erneut der von Ncuti Gatwa gespielte Doktor, der seiner Figur eine ganz eigene Dynamik verleiht. Sein Doktor ist energiegeladen, empathisch, humorvoll und gleichzeitig von einer unterschwelligen Melancholie geprägt. Gatwa gelingt das Kunststück, die jahrzehntelange Tradition der Rolle zu respektieren und ihr dennoch eine unverwechselbare eigene Identität zu geben. Seine Darstellung lebt von einer enormen Präsenz, schnellen Stimmungswechseln und einer großen Wärme, die ihn zu einem der zugänglichsten Doktoren der jüngeren Seriengeschichte macht.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 08.Mai
  • // szenenwechsel vol. (2)53 – „besser zoosammen“
  • mit dem Werk „Neue Abenteuer von Zoomania 2″ – Besser Zoosammen“.

    // Neue Abenteuer von Zoomania 2 von Joe Caramagna ist genau so ein Buch, das man aufschlägt und sofort wieder mitten in dieser bunten, quirlig-chaotischen Stadt landet, als hätte man den Film gerade erst gesehen. Und das Schöne ist: Es versucht gar nicht, das große, alles überragende Abenteuer zu erzählen – sondern konzentriert sich auf die kleinen Fälle, die den Alltag von Judy und Nick eigentlich erst lebendig machen. Was mir beim Lesen sofort aufgefallen ist: Der Ton stimmt einfach. Diese Mischung aus Humor, Tempo und einem leichten Augenzwinkern fühlt sich sehr nah am ursprünglichen Zoomania-Gefühl an. Judy Hopps ist immer noch die übermotivierte Polizistin mit großem Herzen, Nick Wilde der charmante, leicht zynische Partner – und genau aus diesem Zusammenspiel ziehen die Geschichten ihren Reiz. Es sind oft die Dialoge, die hängen bleiben, dieses schnelle Hin und Her, bei dem man merkt, wie gut die beiden inzwischen als Team funktionieren. Die vier enthaltenen Geschichten sind angenehm überschaubar, fast wie einzelne Episoden einer Serie. Das macht das Buch gerade für jüngere Leser richtig zugänglich, weil man nicht unbedingt alles am Stück lesen muss.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 20.März
  • // szenenwechsel vol. (2)52 – „sherlock & daughter“
  • mit der DVD zur TV-Serie „Sherlock & Daughter“.

    // Ich musste bei Sherlock & Daughter noch stärker darüber nachdenken, wie wandlungsfähig Sherlock Holmes eigentlich ist – und wie jede Generation sich ihre eigene Version dieser Figur baut. Wenn man sich die Bandbreite anschaut, wird das ziemlich deutlich: Da sind die klassischen, werknahen Umsetzungen, die stark auf Atmosphäre und Vorlage setzen, dann moderne Interpretationen wie Sherlock, die Holmes in die Gegenwart holen und seine Genialität fast schon als Superkraft inszenieren, und schließlich die eher körperlichen, energiegeladenen Filmversionen mit Robert Downey Jr., die das Abenteuerliche und Actionbetonte hervorheben. Sherlock & Daughter schlägt im Vergleich dazu einen anderen Weg ein – und genau das fand ich spannend. Die Serie interessiert sich weniger dafür, Holmes neu zu „verpacken“, sondern stellt ihm eine Figur gegenüber, die seine gewohnte Position ins Wanken bringt. Amelia ist nicht einfach Sidekick oder Bewunderin, sondern jemand, der Ansprüche stellt – emotional, biografisch und auch moralisch. Allein die Möglichkeit, dass Holmes Vater sein könnte, verändert die Dynamik komplett. Plötzlich steht nicht mehr nur die Frage im Raum, wie ein Fall gelöst wird, sondern auch, wer dieser Mann eigentlich ist, wenn man ihn nicht nur als Detektiv betrachtet.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 16.Jan.
  • // szenenwechsel vol. (2)51 – „alone“
  • mit der Live-DVD „A Lost World – Troxy Live 2024“ von The Cure.

    // Diese DVD hat mich auf eine ganz eigene Weise erwischt – nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit einem langsamen, tiefen Sog. „The Show Of A Lost World: Troxy London 2024“ ist kein gewöhnlicher Konzertfilm, sondern eher ein Zustand, den man betritt. Wer The Cure über Jahrzehnte begleitet hat, spürt schon in den ersten Minuten, dass hier etwas Besonderes festgehalten wurde: kein nostalgischer Rückblick, keine grelle Selbstfeier, sondern ein ernstes, konzentriertes Statement einer Band, die nichts mehr beweisen muss. Der Auftritt im Troxy wirkt von Beginn an bewusst gewählt. Diese Halle, mit ihrer leicht morbiden Eleganz, passt perfekt zur Atmosphäre des Abends. Man merkt, dass es Robert Smith wichtig war, Nähe zu schaffen – keine Stadiondistanz, kein überproduzierter Bombast.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • 09.Jan.
  • // szenenwechsel vol. (2)50 – „smile“
  • mit der DVD-Collection zu den beiden Filmen der „Smile“-Horror-Reihe.

    // Die beiden Filme der Smile-Collection bilden gemeinsam ein geschlossenes, bemerkenswert konsequentes Horrorprojekt, das weniger auf klassische Schockeffekte setzt als auf eine stetige, psychologisch zermürbende Eskalation von Angst. Regisseur Parker Finn entwickelt in beiden Teilen eine Welt, in der das Übernatürliche untrennbar mit Trauma, öffentlicher Wahrnehmung und innerer Zerrüttung verbunden ist – und genau darin liegt die eigentliche Stärke dieser Reihe. Der erste Film aus dem Jahr 2022 entfaltet seinen Schrecken aus einer intimen, fast klinischen Situation heraus. Die Psychiaterin Rose Cotter wird nach einem verstörenden Erlebnis mit einer Patientin in eine Spirale aus Halluzinationen, Schuldgefühlen und wachsendem Realitätsverlust gezogen. Das titelgebende Lächeln ist dabei weniger ein Monster-Merkmal als ein Störsignal: ein falsches Zeichen von Normalität, das in Momenten tiefster Verzweiflung auftaucht. Der Film verknüpft klassischen Fluch-Horror mit Themen wie unverarbeitetem Trauma, psychischer Erkrankung und der Unfähigkeit moderner Gesellschaften, mit innerem Schmerz offen umzugehen. Die Bedrohung wirkt so nachhaltig, weil sie nie eindeutig greifbar wird – sie lebt von der Angst, nicht mehr unterscheiden zu können, was real ist und was nicht.

    Den ganzen Beitrag lesen »
  • ° magazine im pdf-archiv

  • 07.Apr.
  • // ausgabe april 2009
  • zuckerkick 04 2009ENDLICH DER NEUE ZUCKERKICK IST DA!!!

    // inhalt:
    // interview mit heike makatsch
    // … über die situation der posthalle
    // wie ihr gleichzeitig eure wohnung sauber und euren winterspeck weg bekommt
    // wie immer viele schöne geschichten unserer autoren
    // eventkalender

    Um die PDF-Datei der neuesten Ausgabe ansehen zu können, klick einfach auf das Titelbild!

    Viel Spass!

  • ° stadtplan

  • 06.Okt.
  • // stadtplan
  • stadtplan von würzburg

    klickt das bild und surft durch die stadt:
    1000 möglichkeiten in würzburg einen schönen abend zu verbringen. viel spass!

  • ° über uns

  • 24.Aug.
  • zuckerkick – das stadtmagazin für würzburg – Wir sind ein kostenlosen, unabhängiges Stadtmagazin für Würzburg und Umgebung. zuckerkick gibt es „nur“ noch als Internetblog. Unsere Printausgaben wurde 2009 eingestellt! Die erste Ausgabe wurde im Januar 2006 veröffentlich, seit Sommer 2008 befindet sich unser Büro direkt am Berliner Ring. Viele junge Autoren schreiben für uns! Falls auch Du dazugehören willst, schicke eine einfach kleine „Schreibprobe“ an contact@zuckerkick.com. Falls Sie Interesse haben auf unserer Homepage zu werben mailen Sie bitte an nico@zuckerkick.com. Den ganzen Beitrag lesen »